Murnauer Gitarrenkonzerte
DVD Ahmed El-Salamouny
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Aktuelle Ausgabe: 2/2010


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Wallis Bird

Wallis Bird

13.03. Berlin, Lido
14.03. Dresden, Scheune
16.03. München, 59to1
17.03. Stuttgart, Die Röhre
18.03. Wiesbaden, Schlachthof
19.03. Köln, Gebäude 9
21.03. Hamburg, Übel & Gefährlich
12.04. Münster, Gleis 22
13.04. Karlsruhe, Jubez
14.04. Freiburg, Jazzhaus
15.04. CH-Aarau, Kiff
17.04. CH-Biel, St.Gervais
19.04. Erfurt, Museumskeller
20.04. Leipzig, Moritzbastei
21.04. Würzburg, Posthalle
23.04. AUT-Wien, Flex
26.04. AUT-Graz, PPC
27.04. AUT-Salzburg, Rockhouse
28.04. Erlangen, E-Werk
29.04. Heidelberg, Halle 02
01.05. Duisburg, Hundertmeister
02.05. Bremen, Tower
03.05. Hannover, Musikzentrum

Weitere Präsentationen:

 
Lakewood M-32 CP
Lakewood M-32 CP
Lakewood M-32 CP

Von Andreas Schulz

Die M-32 ist Lakewoods Erfolgsmodell. Kein Wunder – die Summe der Zutaten trifft die Vorstellung vieler Akustikgitarristen. Obwohl Bezüge zur US-Tradition sichtbar sind, hat es der deutsche Hersteller geschafft, sich mit klar erkennbarer eigener Handschrift auch international in die Gruppe der führenden und stilbildenden Gitarrenmanufakturen vorzuarbeiten.

Analysieren wir zunächst den Modellnamen. M steht bei Lakewood für die beliebte Grand-Concert-Korpusform, Style 32 beschreibt die Holzauswahl aus Fichtendecke und Palisanderkorpus. CP schließlich steht für Cutaway und Pickup. In Summe also ein klassisches Steelstring-Design, das akustisch wie verstärkt dem Gitarristen ein professionelles Instrument in die Hand geben möchte.

Konstruktion

Für den Korpus wurde massiver ostindischer Palisander von ausgesuchter Optik verbaut. Dank der makellosen Hochglanzlackierung bekommt die schöne Holzmaserung eine dreidimensionale Tiefenwirkung. Die Decke besteht aus massiver europäischer Fichte in AAA-Qualität. Der helle Grundton der Decke steht in starkem Kontrast zum dunkelbraunen Palisander; die Maserung der spiegelgleich gefügten Decke ist auffallend gleichmäßig mit intensiver seidiger Querverstreifung. Umlaufend bekam der Korpus ein mehrstreifiges Echtholz-Binding aus Palisander und Zierspänen aus Edelhölzern. Typisch für Lakewood ist die recht intensive Wölbung des Bodens – die Decke dagegen ist fast flach, der Korpus als Ganzes wiederum verjüngt sich zum Hals hin, die Tiefe an der hinteren Zarge beträgt 118 mm, am Halsansatz 90 mm.

Der einteilige Mahagonihals in seidenmattem Finish ist mit dem Body verschraubt, der Halsansatz liegt im 14. Bund. Das kräftige und gleichmäßig tiefschwarze Ebenholzgriffbrett trägt 20 medium Bundstäbchen. Der Fret-Job ist absolut zu loben: die Bunddrähte sind nicht nur vorbildlich entgratet und abgerichtet, sondern außerdem perfekt poliert. Der Übersicht auf dem Griffbrett dienen Snowflake-Einlagen aus Abalone an den üblichen Stellen, flankiert von Dots auf dem oberen Griffbrettrand. Sattel und Stegeinlage bestehen traditionell aus Knochen, der Steg selbst aus Palisander, gehalten werden die Saiten von Bridge-Pins (Stegsteckerchen) aus Ebenholz mit Perlmuttauge. Weitere Verzierungen umfassen die typische Lakewood-Rosette, hier bestehend aus einem Palisanderkern mit Abalone-Ringen, und natürlich dem eingelegten Firmenschriftzug auf der Palisander-furnierten Kopfplatte von klassisch-rechteckigem Zuschnitt. Die Mechaniken sind die bekannt guten M6-Typen von Schaller (mit Lakewood-Schriftzug) in goldener Ausführung.

Ein prüfender Blick ins Innere des Korpus‘ zeigt neben dem zu erwartenden Scalloped-X-Bracing sauberstes Handwerk. Alle Leistchen sind glatt geschliffen, keinerlei „Rustikalitäten“, Leimreste oder sonstigen Unsauberkeiten sind festzustellen. Die Verkabelung zwischen Pickups, Regeleinheit und Ausgangsbuchse ist souverän gesichert und so verlegt, dass keine Nebengeräusche oder störendes mechanisches Mitschwingen entstehen können. Die vorliegende Lakewood M-32 CP ist damit ein Paradebeispiel für hochwertige Gitarrenbaukunst Made in Germany. Obwohl in der Lakewood-Factory in Gießen vom Team um Martin Seeliger seriell in nennenswerten Stückzahlen produziert wird, erhält der Gitarrist ein perfekt gebautes und verarbeitetes Instrument aus hochwertigen Materialien, wie es auch ein Gitarrenbauer, der komplett alleine fertigt, nicht besser hinbekommen könnte. Respekt: Diese hohe Qualität gleichbleibend und unabhängig von der Stückzahl zu garantieren, ist eine würdigenswerte Leistung.

Pickup und Elektronik

Lakewood setzt seit einiger Zeit auf ein Zweiwege-System namens Sonic System, geliefert von Shadow. Als Pickups kommen zum Einsatz ein Magnettonabnehmer (Nanomag), der unsichtbar unter dem Griffbrett eingebaut ist, sowie ein Nanoflex als Stegtonabnehmer unter der Stegeinlage. Deren Signale landen im passenden Preamp, der in der Schalllochrundung im Korpusinneren angebracht ist. Die Regelmöglichkeiten umfassen Lautstärke, Ton und Überblendregelung, zusätzlich gibt es einen Phasenschalter gegen Feedback. Die Batterien (zwei 3-V-Lithium-Zellen) befinden sich direkt in der Regeleinheit und lassen sich ohne Demontage des Preamps oder Abnehmen der Saiten durch das Schallloch auswechseln; eine Batterieanzeige überwacht den Status.

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Johnson JO-48S 12-FRET STEELSTRING
Johnson JO-48S 12-FRET STEELSTRING
Johnson JO-48S 12-FRET STEELSTRING

Von David Rebel

Johnsons neue JO-48S ist ein Instrument, das traditionelle Bestandteile zu einem eigenständigen neuen Paket schnürt, das nicht nur preislich attraktiv ist.

Die JO-48S ist eine von drei Gitarren im 000-Format mit Halsansatz am zwölften Bund aus Johnsons Classic Series, die sich mit Instrumenten im Stil der goldenen Ära des US-amerikanischen Akustikgitarrenbaus an Gitarristen mit Vintage-Vorlieben richtet. In diesem Terzett nimmt die JO-48S eine Ausnahmestellung ein, da es für die Kombination ihrer Features kein eindeutiges historisches Vorbild gibt.

Konstruktion

Wollte man in der Vergangenheit nach einem Instrument suchen, das der JO-48S als Vorlage gedient haben könnte, würde man zurück in die 1920er/1930er Jahre gehen und auf eine Martin 000-28 mit Halsansatz am zwölften Bund und durchstochener Kopfplatte stoßen. Neben den beiden genannten Eigenschaften borgt sich Johnson von dem raren Klassiker auch das Korpusprofil mit den sich nach vorn verjüngenden Zargen, das Herringbone-Muster der Korpuseinfassungen, das Diamond-Design der perlmuttartigen Lagenmarkierungen aus Kunststoff, die rechteckige Palisanderbrücke im Pyramid-Stil und das schachbrettähnliche Muster des den Boden teilenden Mittelstreifens. Auch die StaTite-Mechaniken von Grover im Waverly-Stil sowie die schlichte mehrstreifige Schalllochverzierung passen ins klassische Bild.

Eigenständigkeit beweist Johnson indes mit der Holzwahl, denn eine Martin mit Boden, Zargen und Decke aus Mahagoni hat es mit den genannten Zier-Optionen der 28er-Ausführung nie gegeben. Für den Korpus wurden ausschließlich massive Hölzer verwendet, der Hals besteht – ungewöhnlich für die Preisklasse – aus einem einzigen Stück Mahagoni, nicht einmal der Halsfuß wurde separat angesetzt. Ein fünf Millimeter starkes Griffbrett aus dunkel eingefärbtem Palisander trägt zwanzig Bünde schlanken Zuschnitts, die ordentlich abgerichtet wurden, aber stellenweise eine raue Oberfläche haben, die sich zwar durchs Bespielen glätten wird, aber gern ab Werk hätte wegpoliert werden dürfen. Sattel und Stegeinlage sind aus Knochen gefertigt. Die griffige Mattlackierung der Hölzer wurde ordentlich ausgeführt, einzig am Halsansatz, an den Innenkanten der Fensterkopfplatte und dort, wo das Griffbrett auf die Decke trifft, deuten kleinere Unsauberkeiten auf die moderate Preisgestaltung der Johnson hin. Auch das Innenleben mit der scalloped ausgeführten Deckenbeleistung gibt sich im Feinschliff ein wenig rustikal, was allerdings für den Klang keine Bedeutung hat.

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Larson STAHL STYLE 8 JH PRESENTATION
Larson STAHL STYLE 8 JH PRESENTATION
Larson STAHL STYLE 8 JH PRESENTATION

Von Franz Holtmann

Bei der Stahl Style 8 JH Presentation handelt es sich um das Remake einer Gitarre, die in musikgeschichtlicher Hinsicht eine interessante Rolle spielte. Der Zusatz JH steht für Jimi Hendrix, für jenen epochalen E-Gitarristen also, der natürlich auch die ein oder andere Akustische besaß.

Das Testmodell wurde, wie die anderen Modellreihen der heutigen Larson-Brothers-Gitarren auch, in Tschechien beim Hersteller Furch in einer eigens dafür eingerichteten separaten Produktionslinie gebaut. Laut Auskunft des Vertriebes unterscheidet sich diese vollständig von der Fertigungstechnik der Furch-Instrumente – somit sind die unterschiedlichen Produkte auch im klingenden Ergebnis nicht verwechselbar.

Konstruktion

Das vorgelegte Modell sucht die formale Annäherung an jenes historische Gitarrenmodell, das hier Pate stand (siehe Kasten). Der elegant geformte und gut taillierte kleine Korpus erhielt Rand- und Schalllocheinlagen in Anlehnung an das Vorbild. Der in Höhe des 12. Bundes in den Korpus eingesetzte Hals zeigt im Griffbrett und auf der Front der Fensterkopfplatte üppige Einlagen aus Abalone, allerdings entsprechen diese nicht der eher schlichten Verzierung des Originals. Das alles ist aber gut gemacht und versprüht Vintage-Charme. Bei der Materialwahl ist verständlich, dass anstelle des damals noch uneingeschränkt zur Verfügung stehenden, heute aus Artenschutzgründen kaum mehr verfügbaren (und unglaublich teuren) Rio-Palisanders, alternatives Tonholz hoher Qualität eingesetzt wurde. Der gut gewölbte, aus zwei Teilen spiegelgleich über einen Zierstreifen gefügte Boden und die Zargen bestehen aus schön gezeichnetem Madagascar-Rosewood bester Güteklasse. Die zweiteilige Decke aus künstlich gealterter und von Hand nivellierter Alpenfichte weist eine schöne parallele Maserung auf und ist von einem speziellen X-Bracing mit laminierten Leisten unterbaut. Allerdings zeigt diese Decke nicht die ausgeprägte Rundung, welche man den historischen Larson-Instrumenten zuspricht. Die Randeinlagen sowie die Schalllochrosette bestehen aus Abalone, gerahmt von Herringbone-Zierstreifen.Der Hals aus Mahagoni ist mit einer Schraubverbindung in den Korpus eingebracht und verfügt über ein eingebundenes Griffbrett aus Ebenholz, in dem 17 sauber verarbeitete schlanke Bünde Platz fanden. Der Kopfplatten-Layer aus Ebenholz hat eine Einlage aus hübschen floralen Motiven. Die offenen Mechaniken von Gotoh im Vintage-Stil sind funktional hochwertig; das Original hatte allerdings solche mit weißen Knöpfen. In die Brücke aus Ebenholz wurden vorbildgerecht Sterne eingelegt, die Pins sind aus Ebenholz gefertigt. Sattel und Steg bestehen aus dem harten Kunststoff Tusq. Die Mensur der kleinen Gitarre umfasst 63 cm. Der Korpus ist hochglänzend lackiert, der Hals matt. Alle Arbeiten wurden sauber und detailgenau ausgeführt.

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