AWO Böblingen
Elixier
 
Christmas Downloads 6-11

Christmas-Download zum Workshop 'Jazz' von Peter Autschbach

Jazzige Weihnacht auf unserer Website! Als kleine Aufmerksamkeit des AKUSTIK-GITARRE-Teams zum Jahresausklang könnt ihr euch hier ein weihnachtliches Arrangement von Jazzgitarren-Nikolaus Peter Autschbach downloaden – und mit etwas Üben unterm Christbaum ein schönes ‚Ihr Kinderlein jazzet‘ vortragen. Viel Spaß & frohes Fest! Der Download umfasst eine ZIP-Datei mit Noten-PDF und MP3.

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Morgen Kinder wirds was geben

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Tremolo- Etüde von Scott Tennant

Download der Tremolo- Etüde von Scott Tennant

 
Allan Taylor: 'Back Home To You'

Download zum WS-Fingerstyle der Ausgabe 3-2011

Allan Taylor: 'Back Home To You' im Arrangement von Ulli Bögershausen

 
‚The Dancingmaster‘
Patrick Steinbach
Patrick Steinbach

Von Patrick Steinbach

Dieses Stück ist von seinem Melodieverlauf und seiner Akkordstruktur her geradezu eine Parade-Jig. Oft fangen Jigs mit einem Moll-Akkord an und wechseln dann in den Dur-Akkord, der einen Ganzton tiefer liegt. Während diese einfache Akkordfolge gerne auch in der Rock- und Pop-Musik verwendet wird, liegt das typisch Irische in der Melodie mit den charakteristische Terzen und Quinten sowie dem bereits im langsamen Tempo groovenden 6/8-Takt. Es sind die ersten vier Takte des Stückes abgebildet. Wer sich für den zweiten Teil interessiert, dem sei mein 2005 beim AMA-Verlag erschienenes Irish Reel Book empfohlen.

Anstelle des zweiten Teils habe ich die gleiche Melodie eine Oktave tiefer notiert. Das Oktavieren oder Transponieren von Stücken ist eine hervorragende Art, sein Instrument und die klanglichen Möglichkeiten auszuloten. Gerade wenn mehrere Gitarren zusammen spielen, lohnt sich ein Blick auf die anderen Register. Probiert es aus: fragt einen Bekannten, der auch Gitarre spielt. Einer spielt die Takte 1 bis 8, der andere die Takte 9 bis 16. Dann wechselt ihr die Stimmen. Oktaven klingen ungemein kraftvoll und sind eine Bereicherung im Ensemble-Spiel. Bitte achtet auf die richtige Plektrumführung, auch wenn größere Sprünge über die Saiten hinweg nötig sind. Dem Plektrum muss es quasi egal sein, auf welcher Saite ein Ton gespielt wird, relevant ist die Zählzeit, also die Position innerhalb des Taktes. Sämtliche Töne, die auf betonten Stellen sitzen, sollen mit Abschlag kommen; das gilt übrigens auch für die Akkordanschläge. Hier fällt die Bewegung der Plektrumhand  lediglich etwas größer aus als bei Melodien. Auf unserer Begleit-CD gibt es neben den Gitarren auch eine Mandoline zu hören. Viel Spaß.

Noten und Tabulatur zu diesem Workshop finden Sie in Ausgabe 2-2011 der AKUSTIK GITARRE.

‚The Dancingmaster‘ von Patrick Steinbach

 
‚Anti-Nuclear Blues’ – Louisiana Red
Louisiana Red
Louisiana Red

Von Norbert Roschauer

Louisiana Red ist einer der wenigen noch lebenden afro-amerikanischen Blues-Künstler, die aus den Ursprungslanden des Blues stammen. Eine Begegnung des 14-jährigen mit Muddy Waters prägte sein Leben, weitere Einflüsse sind Lighnin‘ Hopkins und Arthur Crudup. Seit vielen Jahren lebt er in Deutschland und steht trotz seines hohen Alters noch regelmäßig auf der Bühne, wo er durch kraftvolle Präsenz überzeugt. Seine Songtexte sind oft politisch orientiert, so auch in unserem Falle eines Songs aus den Achtzigerjahren, der gerade wieder Aktualität gewonnen hat. Der ‚Anti-Nuclear Blues’ ist Groove-geprägt. Harmoniewechsel gibt es wenige, es dominiert der Rhythmus mit den Grundakkorden E und A als Wechselharmonien. Hierbei knicken wir einfach mit dem dritten Finger um und machen so einen kleinen Barrégriff auf den inneren Saiten. Interessant sind die Akzentverschiebungen. Kleine Fills lockern das Ganze auf.

Abb. 1 zeigt das Intro des Stückes. Am Ende des zweiten Taktes erzeugen wir einen perkussiven Effekt: Beim Anzupfen der vierten Saite auf der Zählzeit <4> schieben wir den Daumen unter die Saite und zupfen nach oben, so dass die Saite kräftig auf die Bünde knallt (slap). Das Solo in Abb. 2 ist durch den Wechsel von Akkorden und kleinen melodischen Floskeln gekennzeichnet. Auch in Takt 12 benötigen wir Perkussionstöne. Hier lassen wir aber die Kante der rechten Hand so auf die Saiten fallen, dass diese auf die Bünde schlagen und so den gewünschten Effekt erzeugen. Auf die vollen Zählzeiten spielen wir immer mit dem Daumen, für die Off-Beats ist der Zeigefinger mit Aufschlägen zuständig.

Noten und Tabulatur zu diesem Workshop finden Sie in Ausgabe 2-2011 der AKUSTIK GITARRE.

Louisiana Red - ‚Anti Nuclear Blues‘ - Abb. 1

Louisiana Red - ‚Anti Nuclear Blues‘ - Abb. 2

 
Strumming Specials
Hans Westermeier
Hans Westermeier

Von Hans Westmeier

In dieser Ausgabe werde ich euch mit ein paar rhythmischen und harmonischen Spezialitäten bekannt machen. Sehen wir uns Abb. 1 an. Hier stelle ich euch den Unterschied zwischen zwei prinzipiellen rhythmischen Spielarten vor: Die ersten beiden Takte werden rhythmisch straight gespielt, also genau so wie sie notiert sind. Die beiden nächsten Takte werden dann jedoch im Shuffle Rhythmus gespielt. Manchmal wird das auch als Swing-Rhythmus oder Swing-Feeling bezeichnet; andere sprechen hier auch gern von Triolen-Feeling.

Tatsächlich haben wir es bei den Achtelnoten mit versteckten Triolen zu tun. Die jeweils erste Achtelnote wird länger gespielt, die zweite dafür etwas kürzer. Basis ist die Unterteilung einer Viertelnote in drei gleiche Teile, eben Achteltriolen. Dieser Rhythmus ist vor allem im Blues zu finden, aber auch in Songs wie ‚With A Little Help From My Friends‘ der Beatles.

Beliebt bei vielen ist auch der Reggae-Rhythmus. In Abb. 2 findet ihr dazu zwei Beispiele für die Gitarrenbegleitung. Ungewohnt ist am Anfang die Betonung auf den Zählzeiten <2> und <4>. Auf der CD habe ich eine einfache Schlagzeugfigur mit eingebaut, damit die Rhythmik genauer zu erkennen bzw. zu hören ist. In Abb. 3 haben wir es mit einem Strumming im 6/8-Takt zu tun. Diese Taktart findet man häufig in der Celtic Music, daher ist ein Strumming notiert, mit dem man eine Jig begleiten kann.  Die Betonungen liegen dabei auf der Zählzeit <1> und (ein wenig schwächer) auf der <4>.

Abb. 4 zeigt ein Strumming im 3/4-Takt. Es gibt Beziehungen zum 6/8-Takt – man kann viele Strumming-Figuren für beide Taktarten verwenden – jedoch ist die Betonung und oft auch die Anordnung von Auf- und Abschlägen unterschiedlich.

Nun zu Abb. 5: Schon mal den belgischen Songwriter Milow gehört? Er benutzt in seinen Begleitungen sehr gerne perkussive Elemente. Jeweils auf den Zählzeiten <2> und <4> schlägt er mit dem Handballen oder mit dem Daumen auf die Saiten. Dadurch ertönt ein Geräusch, das ein wenig an die Snaredrum eines Schlagzeugs erinnert. Diese Technik wird auch gern von Fingerstyle-Gitarristen verwendet (Beispiel: ‚Percussive Groove‘ von Ulli Bögershausen).

Noten und Tabulatur zu diesem Workshop finden Sie in Ausgabe 1-2011 der AKUSTIK GITARRE.

Strumming Specials von Hans Westermeier – Abb. 1 - 5

 
Moll-Blues im Stil von Eric Bibb
Norbert Roschauer
Norbert Roschauer

Von Norbert Roschauer

Der Anlass zu Eric Bibbs neuem Album ‚Booker‘s Guitar’ war seine Erfahrung, auf dem originalen Instrument Bukka Whites spielen zu können. Es entstand eine Verbeugung vor den alten Musikern, die oft eher Folk-Sänger denn Blues-Musiker waren. Nur wenige Blues-Stücke sind in Molltonarten geschrieben. Umso mehr lohnt es sich, Bibbs diesbezügliche Perlen aufzugreifen. ‚Flood Water’ erklingt in D-Moll, bei genauer Analyse erkennt man den Modus D-dorisch mit der großen Sexte <h> – im Blues durchaus üblich.

In Abb. 1 findet ihr die Begleitung zu ‚Flood Water’. Es ist ein Zwölftakt-Blues, bei dem die Subdominante in Dur und die Dominante in Moll gehalten ist (was wiederum für den dorischen Modus spricht). Eric Bibb haucht dem alten Zwölftakter auf diese Weise harmonisch neues Leben ein. Die beiden tiefen Saiten werden um einen Ganzton tiefer gestimmt (D-G-D-G-H-E). Basstöne findet man nur auf den Zählzeiten <1> und <4>; sie werden mit dem Daumen angezupft, alle anderen Töne werden mit den Fingern gespielt. Wichtig ist der Triller auf der Zählzeit <2+>, den wir mit dem Zeigefinger erzeugen.

Der Song ‚Wayfaring Stranger’ ist ein Traditional. In Abb.2 finden wir die Begleitakkorde zu diesem Song. Es handelt sich um eine ruhig fließende Bassbewegung, die durch Einwürfe und Begleittöne auf den hohen Saiten unterstützt wird. Wichtig ist die Dynamik: die Zählzeiten <1+> sowie <2+> sind betont. Eric Bibb verwendet bei diesem Stück eine Bariton-Gitarre im Tuning B-E-A-D-F#-B. Eine normale Steelstring lässt sich leider kaum so tief stimmen. Bei Verwendung von kräftigen Saiten kann man dennoch versuchen, die Gitarre um ein oder zwei Ganztöne nach unten zu stimmen. Der Song dankt es mit einem tiefen und mächtigen Klang.

Noten und Tabulatur zu diesem Workshop finden Sie in Ausgabe 6-2010 der AKUSTIK GITARRE.

Moll Blues von Norbert Roschauer – Abb. 1 - 2

 
Stevie Ray Vaughan – Played Unplugged
Stevie Ray Vaughan – In Step
Stevie Ray Vaughan – In Step

Von Andreas Schulz

Genau am offiziellen Veröffentlichungstermin der AKUSTIK GITARRE 5-2010 – dem 27. August 2010 – denkt die Gitarrenwelt an ein 20 Jahre zurückliegendes, trauriges Ereignis: den Tod von Blues-Gitarrist Stevie Ray Vaughan. Wir erinnern mit einem Workshop an den großen Musiker, der in den Achtzigern, entgegen den elektronischen Musik-Trends, ein Blues-Revival einläutete.

26. August 1990: im Alpine Valley Music Theatre in East Troy, Wisconsin, findet ein Blues-Meeting der besonderen Art statt. Mit dabei unter anderem die Vaughan-Brüder Stevie Ray und Jimmie, Buddy Guy, Robert Cray und Eric Clapton. Nach einem abschließenden gemeinsamen Jam besteigt Vaughan einen Helikopter, der ihn nach Chicago bringen soll. Wenige Minuten nach dem Start, in den frühen Morgenstunden des 27. August 1990, stürzt der Helikopter bei schlechter Sicht ab; alle Insassen kommen ums Leben. Man erzählt, Eric Clapton habe seinen Sitz in der Unglücksmaschine an Stevie abgetreten, da es dieser besonders eilig hatte. Vaughan wurde nur 35 Jahre alt.

Stevie Ray Vaughan war der Prototyp des elektrischen Strat-Spielers an der Grenzlinie zwischen Blues und Rock. Nur elektrisch? Nicht ganz. Eine legendär gewordene MTV-Unplugged-Performance belegt, dass SRV seine Power auch rein akustisch rüberbringen konnte – bei diesem Gig spielte er eine 12-Saitige, die einige ziemlich harte Plek-Attacken zu bestehen hatte. Bekannt ist auch der Song ‚Life By The Drop‘ vom Album ‚The Sky Is Crying‘, den wir in Ausgabe 5-2008 als Workshop vorstellten.

In Erinnerung an den großen Gitarristen haben wir drei stiltypische Beispiele notiert. Abb. 1 greift die Spielweise des Songs ‚Lenny‘ auf, mit jazzigen maj13- und 6er-Akkorden in E-Dur, garniert mit Double-Stop-Fills im Stil von Jimi Hendrix. Da das Original mit einem cleanen Sound eingespielt wurde, verwundert es nicht, dass diese Spielweise auch hervorragend auf einer Akustischen funktioniert.

Abb. 2 bezieht sich auf den Song ‚Mary Had A Little Lamb‘, geschrieben von Buddy Guy. Auch dieses Riff, bestehend aus bunt gemischten Bassläufen, Akkordeinwürfen und solistischen Fills, tönt rein akustisch überzeugend. Für das typische SRV-Spielgefühl sollte man die Anschlaghand konsequent und vor allem schlagkräftig durchlaufen lassen, um die gesamten 12 Takte plus Auftakt als eine musikalische und rhythmische Einheit zu zelebrieren.

Abb. 3 schließlich bringt uns zu dem erwähnten MTV-Konzert. Das Intro zu ‚Life Without You‘ ist eine Fundgrube an geschmackvollen Fills über die Akkorde A und F#m. Stevie spielt diesen Teil übrigens in Hendrix’scher Griffmanier mit dem Daumen auf der tiefen E-Saite.

Apropos E-Saite: das Tuning für diesen Workshop ist Eb – Ab – Db – Gb – Bb – Eb, also Standard-Stimmung einen Halbton tiefer. Da Vaughan sehr dicke Saiten spielte, macht das Downtuning Sinn, um die Saitenspannung für Bendings wieder etwas zu normalisieren. Seine Twelvestring war übrigens eine Guild JF65-12 mit Fichtendecke und Ahornkorpus (ähnlich der aktuell erhältlichen Guild F-412).

Noten und Tabulatur zu diesem Workshop finden Sie in Ausgabe 5-2010 der AKUSTIK GITARRE.

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